Robert Gernhardt,

IM NEBEL

Unsichtbar sind Steg und Weiher,
Rohr und Wiesengrund desgleichen,
Eichen ragen kahl und dunkel
aus dem hellen Nebelschleier.

Ungerührt vom Stirb und Werde
stehen Tiere um den Weiher,
Reiher bis zum Hals im Nebel,
bis zum Bauch im Nebel Pferde.

Quelle: Robert Gernhardt, Lichte Gedichte.
Fischer Taschenbuch Verlag. Frankfurt am Main, August 1999.
S. 71